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RIP – Box-Trainer Fritz Sdunek verstorben

Fritz-Sdunek

Ein schwerer Schlag für die Box-Gemeinde: Trainer-Legende Fritz Sdunek verstirb am Montagmorgen im Alter von 67 Jahren an einem Herzinfarkt.

Wie verschiedene Medien berichten, erlitt Trainerlegende Fritz Sdunek am Sonntag in seinem Haus auf Grand Canaria einen Herzinfarkt und verstarb einen Tag darauf in einem Hamburger Klinikum. Der Tod kam für Freunde und Angehörige des Trainers überraschend.

Fritz Sdunek begann 1963 mit dem Boxen bei der BSG Lokomotive Greifswald, 1969 wechselte er zum SC Traktor Schwerin, für den er bis zu seinem Karriereende 1972 boxte. Er gewann als Boxer 99 von 129 Kämpfen, sein größter Erfolg war der Gewinn des DDR-Studentenmeistertitels.

Direkt im Anschluss an seine aktive Karriere wurde er bei Traktor Schwerin Trainer und blieb dem Verein bis 1989 treu, er trainierte dort unter anderem Andreas Zülow, der 1988 in Seoul Olympiasieger im Leichtgewicht wurde. Sein Studium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur beendete Sdunek 1979 mit dem Abschluss als Diplom-Sportlehrer. Überdies war er auch über Jahre als Assistent des DDR-Auswahltrainers Günter Debert tätig. 1988 erhielt er in der DDR für seine Leistungen als Trainer den Orden Banner der Arbeit Stufe I.

Von 1990 bis 1993 war er Trainer in der Boxabteilung von Bayer Leverkusen, er betreute schon dort Dariusz Michalczewski, mit dem er 1991 in Göteborg Amateureuropameister wurde. Parallel zu seiner Trainertätigkeit in Leverkusen war er von 1991 bis 1992 Trainer der niederländischen Nationalmannschaft. Unter seiner Führung gewann Arnold Vanderlyde die Silbermedaille im Schwergewicht bei den Amateurweltmeisterschaften 1991 in Sydney. Vom 1. Januar 1993 bis 1994 war er außerdem Bundestrainer beim DABV.

Seit März 1994 war er als Trainer bei Universum Box-Promotion angestellt, zuerst als Konditionstrainer und ab 1996 als Cheftrainer. Fritz Sdunek war einer der erfolgreichsten deutschen Boxtrainer dieser Zeit. Im Oktober 2009 zog sich Sdunek aus gesundheitlichen Gründen auf Anraten seiner Ärzte infolge einer Krebserkrankung und Herzproblemen von seiner Trainertätigkeit beim Universum-Boxstall weitgehend zurück, die von ihm betreuten Universum-Boxer wurden weitgehend von seinen Kollegen Michael Timm, Magomed Schaburow und Artur Grigorian übernommen.

Im Februar 2010 beendete Sdunek seine Trainertätigkeit bei Universum Box-Promotion – nach Universum-Angaben wegen einer bevorstehenden Hüftoperation. Er trainierte aber weiterhin Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko und Ex-WBA-Mittelgewichtsweltmeister Felix Sturm. Seit April 2013 trainierte Sdunek den aufstrebenden Mittelgewichtler Jack Culcay.

Seit Herbst 2009 war Fritz Sdunek Ehrenbürger seiner Geburtsgemeinde Lüssow, seit 2010 zu Gützkow gehörend.

Sdunek war verheiratet und hatte drei Kinder.

Ehemalige Schützlinge Sduneks sind unter anderem:

  • Ola Afolabi
  • Alexander Alexejew
  • Firat Arslan
  • Károly Balzsay
  • Denis Boizow
  • Manuel Charr
  • Jack Culcay
  • Alexander Dimitrenko
  • Zsolt Erdei
  • Khoren Gevor
  • Juan Carlos Gómez
  • Artur Grigorian
  • Wladimir Klitschko
  • Vitali Klitschko
  • István Kovács
  • Michael Löwe
  • Dariusz Michalczewski
  • Ralf Rocchigiani
  • Sinan Şamil Sam
  • Felix Sturm
  • Mario Veit
  • Sebastian Zbik
  • Andreas Zülow

Im Januar 2009 wurde Károly Balzsay der elfte Weltmeister, der von Sdunek trainiert wurde.

18. April 1947 in Lüssow; † 22. Dezember 2014 in Hamburg

RIP

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